S2k-Leitlinienprojekt „Behandlungsleitlinien und Behandlungsstrategien für den Einsatz in klinischer Krisen- und Katastrophenmedizin“
Projektleitung
Prof. Dr. med. Axel Franke
Projektbeschreibung
Das S2k-Leitlinienprojekt verfolgt das Ziel, bundesweit einheitliche präklinische Behandlungsleitlinien und Handlungsempfehlungen für katastrophenmedizinische Schadenslagen zu entwickeln. Die Leitlinie soll insbesondere für Krisen- und Katastrophenszenarien einschließlich der Versorgungsstufen 3 und 4 eine strukturierte medizinische Versorgung von Verletzten, Erkrankten und Betroffenen sicherstellen.
Die Empfehlungen dienen als interdisziplinäre Grundlage für die präklinische Versorgung und sollen eine standardisierte Vorgehensweise im Bevölkerungsschutz ermöglichen.
Hintergrund und Bedeutung
Großschadenslagen, Krisen und Katastrophen erfordern schnelle, abgestimmte und belastbare medizinische Entscheidungen unter besonderen Versorgungsbedingungen. Einheitliche, konsentierte klinische Empfehlungen fehlen bislang jedoch weitgehend.
Die Leitlinie schafft hierfür eine interdisziplinär abgestimmte und praxisnahe Grundlage. Sie stärkt Standardisierung, Handlungssicherheit und Versorgungsqualität in außergewöhnlichen Schadenslagen.
Ziele der Leitlinie
- Entwicklung bundesweit einheitlicher evidenzbasierter und praxisorientierter Behandlungsleitlinien für die klinische Krisen- und Katastrophenmedizin
- Unterstützung der medizinischen Versorgung in Großschadens- und Katastrophenlagen
- Anwendbarkeit innerhalb der Medizinischen Task Force (MTF) des Bundes gemäß Rahmenkonzept des BBK (2018)
Daten und Fakten
- Projektpartner: Institut für Forschung in der operativen Medizin (IFOM) und Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM Klinikum der Universität München)
- Beteiligte Fachgesellschaften: 38 beteiligte Fachgesellschaften und Organisationen aus dem Bereich der Medizin, des Rettungsdienstes und des Bevölkerungsschutzes.
- Projektlaufzeit: 01.03.2021 – 31.12.2024
- Förderung: Gefördert durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)